Prüfung ortsfester Anlagen und Betriebsmittel
Rechtssicherheit und Zuverlässigkeit
Ortsfeste elektrische Anlagen sind das Fundament jeder technischen Infrastruktur. Eine regelmäßige Prüfung stellt sicher, dass Leitungen, Verteiler, Schutzeinrichtungen und fest installierte Geräte technisch einwandfrei funktionieren und den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Damit schützen Sie Ihren Betrieb vor Ausfällen, Folgeschäden und haftungsrelevanten Risiken – und erhöhen gleichzeitig die Betriebssicherheit Ihrer gesamten Anlage.
Unsere Techniker prüfen nach DGUV V3, DIN VDE und weiteren relevanten Normen, bewerten elektrische Installationen nach aktuellem Stand der Technik und dokumentieren alle Ergebnisse revisionssicher.
Warum die Prüfung so wichtig ist
Elektrische Anlagen unterliegen strengen gesetzlichen Anforderungen. Einen Bestandsschutz für ältere Installationen gibt es nicht – veraltete oder defekte Elektroinfrastruktur gilt als erhebliches Sicherheitsrisiko. Neben Stromschlägen oder Geräteschäden können Überlastungen und fehlerhafte Installationen zu Bränden führen, die für Unternehmen existenzbedrohend sein können.
Eine normgerechte Prüfung schützt Sie vor rechtlichen Konsequenzen, wirtschaftlichen Verlusten und technischen Ausfällen. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass Anlagen energieeffizient, stabil und störungsarm arbeiten.
Was geprüft wird
Ortsfeste Betriebsmittel sind fest verbaute elektrische Geräte wie Kühl- und Gefriertechnik, Einbaugeräte, Kopierer, Server, Klima- und Lüftungssysteme, medizinische Geräte, Innen‑ und Außenbeleuchtung sowie verschiedene Werkstatteinrichtungen.
Zu den Anlagen gehören alle fest verlegten Leitungen, Stromverteiler, Schutzschalter, Steckdosen und sicherheitsrelevante Gebäudeteile wie Sprech‑ und Überwachungsanlagen.
Wie die Prüfung abläuft
Zu Beginn erfassen unsere Fachkräfte die elektrische Infrastruktur und verschaffen sich einen Überblick über Leitungsführung, Verteilung und fest installierte Geräte.
Es folgt eine gründliche Sichtprüfung, bei der wir Mängel wie Korrosion, Beschädigungen oder fehlerhafte Verkabelungen identifizieren. Anschließend prüfen wir den Schutzleiterwiderstand, die Isolation, Fehlerströme, Auslösezeiten und die Schleifenimpedanz – mit modern kalibrierten Messgeräten von Gossen Metrawatt und Benning. Bei Bedarf ergänzen wir die Analyse durch Thermografie, um thermische Probleme frühzeitig sichtbar zu machen.
Nach der Funktionsprüfung erhalten Sie einen vollständigen Prüfbericht mit allen Messwerten, der Bewertung des Prüfers und einer klaren Dokumentation eventueller Mängel. Geprüfte Geräte und Anlagen werden eindeutig gekennzeichnet. Defekte Komponenten müssen bis zur Instandsetzung außer Betrieb genommen werden.
Prüfintervalle und rechtliche Grundlagen
Die Wiederholungsprüfung ortsfester Anlagen ist in der Regel alle vier Jahre vorgeschrieben. Je nach Branche gelten jedoch kürzere Fristen: in medizinischen Bereichen und Umgebungen mit erhöhtem Risiko ein bis zwei Jahre, bei temporären Installationen – etwa auf Baustellen – sechs Monate.
Eine Prüfung ist außerdem verpflichtend vor Erstinbetriebnahme sowie nach Änderungen oder Reparaturen. Die genauen Intervalle ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung. Wir überwachen Ihre Termine und informieren Sie rechtzeitig.
Relevante Vorschriften sind unter anderem BetrSichV, DGUV V3/V4, DIN VDE 0100‑600, DIN VDE 0105‑100 sowie ergänzende Normen für Sicherheitsbeleuchtung wie ArbStättV, Landesbauordnungen und DIN VDE 0108‑100.
Wie Sie den Ablauf unterstützen
Bitte informieren Sie Ihre Mitarbeitenden rechtzeitig und sorgen Sie dafür, dass Anlagen, Steckdosen und Schaltschränke zugänglich sind. Bei Bedarf müssen Geräte kurzfristig vom Netz genommen werden. Gemeinsam planen wir die Prüfung so, dass Pausen, Randzeiten und mögliche Stillstände optimal berücksichtigt werden.